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Dr. Michael Ilgner: Ein epochaler Schritt

10. Dezember 2019 | Vorwort

Top-Athleten und Sporttalente, die sich Sorgen machen müssen, wie sie im nächsten Monat ihre Miete oder Mahlzeiten bezahlen können, werden kaum Leistung auf Weltklasseniveau erbringen können. Athleten sollen ihren Leistungssport ohne gravierende Nachteile betreiben können. Dies ist im Wesentlichen das Anliegen der Stiftung Deutsche Sporthilfe.

Wir sind dafür da, die Bedingungen der von uns geförderten Athleten zu verbessern und dafür Sorge zu tragen, dass Athleten neben Schule, Uni und Training nicht noch zusätzlich arbeiten müssen. Dafür generieren wir Fördermittel aus der Wirtschaft und der Bevölkerung, aktuell über 15 Millionen Euro pro Jahr. Doch dies reicht nicht aus, um 4 000 Athleten angemessen zu versorgen. Deshalb unterstützt auch die Bundesregierung mit aktuell zusätzlich sieben Millionen Euro die direkte Athletenförderung der Sporthilfe. Auch unter dem Begriff „Private-Public-Partnership“ kennen Sozialwesen, Kultur oder Kunst dies schon länger. Im Sport ist dies neu.

Wir danken Bundesinnenminister Horst Seehofer und seinem Team sowie dem Deutschen Bundestag, allen voran dem Sportausschuss um deren Vorsitzende Dagmar Freitag, für den wegweisenden, neuen Schritt in der Athletenförderung. Dank der vereinten Mittel von Wirtschaftspartnern und staatlicher Förderung kommen wir dem gemeinsamen Ziel nahe, 1.000 bis 1.200 Euro pro Top-Athlet und Monat auszahlen zu können. Dies ist ein epochaler Schritt in 52 Jahren Sporthilfe-Geschichte!

Auch Athleten des Deutschen Behindertensportverbands und des Gehörlosensports erfahren vergleichbare Hilfen in ihrer Grundabsicherung. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist zudem das Ziel formuliert, die Altersvorsorge für Athleten zukünftig zu verbessern. Hinzu kommen umfangreiche Maßnahmen zur Absicherung der Dualen Karriere (Sport & Beruf) von Leistungssportlern mit dem Ziel, ihnen nach der Spitzensportkarriere den Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern, bestenfalls sogar zu ermöglichen.

Vorbilder im Sport aus der ruhmreichen deutschen Vergangenheit stehen uns in unserem Wirken zur Seite. Sie helfen uns, die ambitionierten Ziele unserer Stiftung zu verwirklichen und sorgen dafür, dass die Öffentlichkeit dieses Anliegen weitestgehend unterstützt. Katarina Witt und Franziska van Almsick sind nur zwei der zahlreichen Sportlerpersönlichkeiten, die uns wirksam unterstützen – die eine als Mitglied in unserem Stiftungsrat, die andere, frisch gekürte Preisträgerin der Goldenen Sportpyramide 2019, als stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende. Beide Vorbilder durch und durch!

Dr. Michael Ilgner
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe

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