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Claudia schenkt ihren Jahresurlaub den Kölner Stadtbäumen

28. August 2019 | Umwelt
Die kleine Linja (9) hilft fleißig beim Gießen – und hat viel Spaß. Natürlich mit der pinken Gießkanne.

Sie und ihre Helfer*innen haben mehr als 100 000 Liter in 3 Wochen vergossen

Der Sommer und die Hitze machen nicht nur den Menschen zu schaffen, auch die Bäume leiden. Dürre-Alarm in Köln! Die Schäden aus dem Jahrhundertsommer 2018 sind noch überall in der Stadt deutlich sichtbar. So mancher Baum wird diesen Sommer wohl nicht überleben. Die Stadt Köln ist machtlos. „Bei 80 000 Straßenbäumen und 4 000 Hektar Wald ist es nicht möglich, alles zu wässern“, so Manfred Kaune, Leiter Amt für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt Köln. „Das Wasser stellen wir aber gerne zur Verfügung.“

„Bäume gießen ist wie Zähne putzen. Wenn man es nicht macht wird es braun.“

Auf die Bäume, fertig, los!

Claudia (56) mag nicht einfach zusehen, wie unser Lebensraum stirbt. Sie packt an. Und zwar richtig. Ihren gesamten Jahresurlaub hat sie „geopfert“, um Bäume in Köln mühsam mit Gießkannen zu retten. Für sie ist das eine Selbstverständlichkeit. Sie sieht das, was sie macht, als nichts Besonderes an und möchte gar nicht so gerne im Rampenlicht stehen. 100 000 Liter in nur 3 Wochen verteilt auf kleine Gießkannen schleppten sie und viele helfende Hände durch die Straßen von Köln. Durch die Jungs und Mädels von Fridays for Future kam sie erst auf die Idee, sich für den aktiven Klimaschutz stark zu machen. Claudia spricht Passant*innen direkt an – und die Reaktion ist überwältigend. Viele bieten spontan ihre Hilfe an, vom Schulkind bis zur rüstigen Rentnerin, vom Wohnsitzlosen bis zum Manager. Hier helfen an einem heißen Sonntag in nur wenigen Stunden mehr als 150 Freiwillige. „80 % sind Frauen. Liebe Männer, da geht noch was!“, schmunzelt Claudia, während sie schon wieder die nächste Gießkanne füllt. Spaß haben sie alle. Und was in Köln funktioniert, funktioniert mit Sicherheit auch in jeder anderen Stadt. Tut Gutes!

Viele der Gießkannen sind schon etwas kaputt, auch der Transport mit dem Fahrradanhänger erweist sich mehr als schwierig. Vielleicht möchten Sie Gutes tun und Claudia und den vielen fleißigen Händen helfen. Melden Sie sich einfach unter wirtungutes@stiftungsfuehrer.de

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