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Mein größter Wunsch: Ein Herzschlag für mein Kind

12. März 2020 | Kinder & Familie
„Lebensrettende Maßnahmen für Kinder sollten nicht von persönlichen finanziellen Möglichkeiten abhängen.“

Mein Sohn Marcin kam am 8. März 1995 in Poznań (Polen) zur Welt. Nach dem überwältigendem Glück, der unfassbare Schock: Die Ärzte stellten bei Marcin mehrere angeborene Herzfehler fest. Unser Sohn sollte nur noch eine Woche leben! Mein Mann und ich waren verzweifelt, ließen Marcin sofort taufen und wichen nicht von der Seite seines kleinen hilflosen Körpers. Die ersten Lebenstage vergingen, Marcins Herz schlug weiter, aber wie lange noch ...?

Rettung in letzter Minute

Es gab damals in Polen keine Möglichkeit, ein neugeborenes Kind mit Herzfehlern zu operieren. Doch plötzlich bekamen wir einen Anruf. Die Ärzte aus Marcins Geburtskrankenhaus hatten Kontakt zu einer Stiftung in Deutschland aufgenommen, die die Behandlung von drei Kindern aus Polen finanzieren wollte: die Heinz und Gudrun Meise-Stiftung für herzkranke Kinder.

Nach Monaten der Ungewissheit, aber mit einem Koffer voller Hoffnung, fuhren wir im Januar 1996 in das Deutsche Herzzentrum Berlin. Trotz Risiko entschieden sich die Ärzte aufgrund der kritischen Herzbefunde für eine schnelle Operation. Die Stiftung finanzierte nicht nur die OP, sondern auch unsere Lebenshaltungskosten und späteren Folgeoperationen.

Verbiete keinem Kind normal leben zu dürfen!

Unser Sohn lebt – dank der Meise-Stiftung! Wir durften ihn aufwachsen sehen, ein fröhliches Kind, aber auch intelligent und fleißig. In Polen sagte man uns damals, Marcin könne keine Schule besuchen. Dennoch hat er es geschafft, mit Auszeichnung! Auch im Alltag wollte Marcin mit seinen Freunden mithalten – Fahrrad fahren, Fußball spielen ... – wie ein ganz „normales“ Kind! Seine Grenzen setzte er sich selbst. Er hatte schon so viel leiden müssen, niemals sollte er von mir hören: „Das sollst du nicht. Das kannst nicht.“

Heute ist Marcin schon 24 Jahre alt und hat sogar Biologie studiert. Dennoch unterstützt uns die Stiftung weiterhin. Bis heute fahren wir regelmäßig einmal im Jahr nach Berlin zur ambulanten Kontrolluntersuchung.

Wir glauben ganz fest daran, dass wir noch viele Jahre mit Marcin zusammen leben werden. Wir sind den Menschen aus der Meise-Stiftung unendlich dankbar und sollte ich sie eines Tages kennenlernen bin ich mir sicher – sie haben Engelsflügel.

Von Katarzyna, einer glücklichen und dankbaren Mutter

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