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Franziska van Almsick: Schwimmen rettet Leben

20. Dezember 2019 | Interview
Foto: © Deutsche Sporthilfe

Franziska van Almsick ist eine der beliebtesten und erfolgreichsten Sportlerpersönlichkeiten Deutschlands. Mit 25 Goldmedaillen und weiteren internationalen Erfolgen ist die gebürtige Berlinerin bis heute eine weltweit bekannte Schwimmlegende. Seit mehr als zehn Jahren ist sie aktiv in der Stiftung Deutsche Sporthilfe tätig. Franzi lebt mit ihrem Lebensgefährten Jürgen B. Harder und ihren zwei Söhnen in Heidelberg.

Sie sind seit 2010 stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Wieso liegt Ihnen besonders diese Stiftung am Herzen?

Ich weiß, wie wichtig es ist, als Sportler Unterstützung zu erhalten, um sich mit aller Kraft und Können auf den Sport zu konzentrieren. Die Deutsche Sporthilfe hilft nicht nur im sportlichen Bereich, sondern sie unterstützt auch die duale Karriere und bereitet somit auch auf ein Leben nach dem Sport vor. In der Stiftung geht es nicht nur um Erfolg, sondern auch um den Menschen.

Welche Nachwuchs-Talente der Deutschen Sporthilfe haben Sie begeistert?

Ich finde es immer wieder inspirierend, wenn deutsche Nachwuchstalente ihren Weg zum Elite Sportler finden. Ich mag mich da gar nicht festlegen und freue mich auf jeden, der es in die Weltspitze schafft.

Wie übertragen Sie „Gutes tun“ in Ihren privaten Alltag?

Meine Zeit als Sportler hat mich stark geprägt. Dabei sind Fairplay und Miteinander für mich zur Selbstverständlichkeit geworden. Gerade in der heutigen Zeit wird das auch immer wichtiger, d. h. füreinander da sein, helfen, über den Tellerrand schauen und eigene Fähigkeiten bewusst auch für andere einsetzen.

Sie sind eine der erfolgreichsten Sportlerinnen aller Zeiten. Was bedeutet Erfolg für Sie?

Die Definition hat sich für mich im Laufe der Jahre verändert. Während für mich früher der Erfolg sehr wichtig war, steht heute das Glück und die Gesundheit meiner Familie an erster Stelle.

Was waren und sind Ihre persönlichen Erfolgsfaktoren im Sport? Im Privatleben? Im Alltag?

Früher war Disziplin und der unbedingte Wille zum sportlichen Erfolg einer meiner Erfolgsfaktoren im Sport. Mittlerweile bin ich zweifache Mutter und bin in vielen Dingen gelassener geworden, weil ich mir nichts mehr selbst beweisen muss. Im Alltag bin ich heute demütiger geworden, einfach nur dankbar für die Möglichkeiten, die ich heute habe.

Mit 41 Jahren wurden Sie von der Deutschen Sporthilfe mit der Goldenen Sportpyramide für Ihr Lebenswerk ausgezeichnet? Was kommt jetzt?

Ich habe schon immer auf Nachhaltigkeit in meinem Leben gesetzt und hoffe, meinen Aufgaben so lange wie möglich gerecht zu werden. Vor zehn Jahren haben wir einen Verein gegründet, der sich darum kümmert, dass Kinder sicher schwimmen lernen. Mit der Umwandlung in eine Stiftung wurde der Grundstein für die nächsten Jahre gelebt. Mein Ziel ist es, einen Beitrag zu leisten, damit noch mehr Kinder sicher schwimmen können, denn schwimmen rettet Leben.

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