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Hilfe für Indonesiens Frauen – nicht nur am Weltfrauentag

08. März 2020 | Frauen
Haiziah Gazali Zicko, GMI-Projektmanagerin auf Lombok und Vorsitzende von Gema Alam NTB

„Frauen haben auf Lombok nicht die gleichen Chancen wie Männer“, erklärt Haiziah Gazali Zicko, Vorsitzende von Gema Alam, GMI’s indonesischer Partnerorganisation. „Sie haben nicht die gleichen Bildungschancen, und dadurch nicht die gleichen Chancen auf eine gute Arbeitsstelle. Die Bedürfnisse der Frauen im wirtschaftlichen und sozialen Gefüge unserer Gesellschaft werden vernachlässigt.“ Gemeinsam mit GMI setzt sich Zicko deshalb für die Stärkung der Frauenrechte in ihrer Heimat ein. Erste Erfolge in kleinen Dorfgemeinschaften zeigen sich bereits.

Die Insel Lombok ist bekannt für ihr Naturschutzgebiet rund um Mount Rinjani, den zweithöchsten Vulkan Indonesiens mit seinem beeindruckenden Kratersee. Auch die herrlichen Strände und Surfplätze oder der einzigartige Tiu Pituq Wasserfallpark sind bei Touristen beliebt. Dennoch spielt der Tourismus nur eine untergeordnete Rolle in Lomboks wirtschaftlicher Entwicklung. Viel wichtiger ist dagegen die Landwirtschaft. Der Anbau von Reis, Kaffee, Kokosnüssen, Maniok, verschiedenen Gewürzen und vieles mehr bietet die Lebensgrundlage vieler Menschen auf Lombok.

„Da Frauen sehr häufig eine geringere Schulbildung haben als Männer, sind es hauptsächlich die Frauen, die in ländlichen Regionen Lomboks als landwirtschaftliche Wanderarbeiterinnen tätig sind. Ihr Einkommen ist dadurch sehr stark saisonabhängig“, erklärt Zicko. „Zusätzlich zu dieser körperlich sehr anstrengenden Arbeit haben sie die Doppelbelastung mit Haushalt und Kindererziehung.“ Trotzdem haben gerade diese Frauen viele kreative Ideen, wie sie ihr Familieneinkommen erhöhen können.

Durch GMI’s spendenfinanziertes Mikrokreditprogramm und die begleitenden Schulungen können Frauen, die normalerweise keinen Zugang zu Kapital haben, ein eigenes Geschäft gründen oder weiterentwickeln. Dadurch stärkt GMI das Recht der auf Bildung und Selbstverwirklichung. Mit dem Wachsen ihres Unternehmens wächst gleichzeitig auch der Einfluss dieser Frauen in ihrer Familie und der Dorfgemeinschaft.

Ein Beispiel davon ist Muliana, die dank der spendenfinanzierten Mikrokredite von GMI ihren Kiosk erweitern konnte. Sie träumt von einem eigenen kleinen Supermarkt und davon, auch anderen Menschen eine Anstellung geben zu können. „Durch den Mikrokredit hat Muliana an Ansehen gewonnen“, freut sich Zicko. „Die Menschen in ihrem Dorf sehen, dass GMI Muliana als gleichberechtigte Geschäftspartnerin betrachten. Dank ihres eigenen Einkommens hat sie heute auch viel mehr Mitspracherecht in ihrer Familie. Auch die Weberin Sri aus dem Dorf Pringgasela wurde dank der Mikrokredite eine angesehene Geschäftsfrau. Sie konnte eine Galerie eröffnen, in der sie und andere Weberinnen ihre Produkte verkaufen.“

Die Hösbacher Global Micro Initiative e. V. wird auch in Zukunft mit Gema Alam zusammenarbeiten, damit Frauen auf Lombok in ihrem Recht auf Bildung und Selbstverwirklichung gestärkt werden und sich ein Leben oberhalb der Armutsgrenze erarbeiten können.

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